So jetzt bin ich schon seit mehr als
einem Tag endlich in Kamerun.
Ich habe schon sehr sehr früh gemerkt,
dass hier manche Dinge ganz anders laufen, als wir es in Deutschland
gewohnt sind.
Geflogen bin ich mit einer Bekannten
zusammen, ab Paris, die für 2 Wochen hier bleibt und eventuelle
nochmal für länger herkommen will.
Schon bei dem Landeanflug auf den
Douala International Airport hatte ich, dank gutem Wetter, eine
Wunderbare Sicht auf das Meer, Douala City und natürlich den
Angrenzenden Regenwald.
(Was mir alles auch sehr ausführlich
von meinem Sitznachbar aus der Hauptstadt Jaounde erklärt wurde :D)
Kaum gelandet empfangen uns Warnplakate
gegen Ebola, Temperaturkontrollen um Fieber zu erkennen und natürlich
auch die Halle der Passkontrolle, die man in Deutschland wohl als
Baustelle bezeichnen würde.
Hier werden Querbett Impfpässe,
Flughaffenkontrollscheine, Reisepässe und Flugtickets kontrolliert,
wo und wer was kontrollierte hat sich mir nicht wirklich erschlossen.
Zwei Meter neben uns gehen derweil die
Bauarbeiten weiter.
Kaum hatten wir mit unseren Koffern den
Flughafen verlassen, erwartete uns auch schon Hanne zusammen mit
Fritz, dem Manager des Hotpecs, in der Empfangshalle und halfen uns
mit den Koffern.
Am Auto kam dann die erste Große
Überraschung. Wir wurden von zwei der Kleinsten Hotpec Kinder
empfangen. Sie überreichten uns einen Blumenstrauß und dann wurde
erstmal, von vielen Menschen umringt, Fotos mit Hannes Tablet
gemacht. Eine Sensation.
Unser Fahrer, Sadok Junior, der Sohn
des Direktors fing sofort an das Gepäck ins Auto zu verladen und
dann uns gerade hinterher.
Zum Schluss saßen wir in einem Auto
mit 5 Sitzen und einem Großen Kofferraum zu 8. und das mit 4
schweren Koffern. Zum Glück brauchten die Kleinen nicht viel Platz.
Kaum auf der Autobahn (Definitiv nicht
was wir als Autobahn verstehen!) konnte ich meinen Augen nicht
Trauen.
Straßenstände mit dem schönsten Obst
und Gemüse. Autos an denen außen Menschen hingen. Meistens 3
Menschen auf einem Moped. Autos höher beladen als die selbst waren,
teilweise mit lebendigen Tieren.
Ich war und bin immer noch fasziniert.
Mit den zwei Kleinen auf dem Schoß
wurden wir dann von der Polizei direkt an der ersten Kontrolle raus
gewunken.
Warum, war nicht mal unserem Fahrer
bewusst, aber worum es ging wusste jeder sofort: Geld!
Also wurde trotz einbrechender Nacht
heftig diskutiert. Nach knapp einer Stunde kam dann die Frohe
Botschaft: Man hatte sich auf einen Betrag geeinigt. Schnell
wechselten Führerschein und Geld die Besitzer und weiter gings, wie
wir alle hofften ohne weitere Kontrollen.
Nachdem wir eine Brücke, das Nadelöhr
zu Douala, überquert hatten ließ der Verkehr nach und wir kamen
schneller voran.
Kurz vor Buea kam dann die nächste
Überraschung: Viehtrieb auf der Autobahn, mitten in der Nacht!
Dann ging es nur noch die Straße, aber
eher wohl eine sehr steile Lehmpiste mit riesigen Schlaglöchern,
herunter zum Hotpec.
Kaum aus dem Auto waren wir von Kindern
umringt. Während die einen uns begrüßten schnappten sich um die 10
Jahre alten Kinder unseren 20 kg schweren Koffer, packten sie sich
auf den Kopf und trugen sie auf unser Zimmer.
Vollkommen kaputt wurden wir noch von
Mama Beatrice und Sadok begrüßt, dem Ehepaar die das Hotpec
gegründet haben und es bis heute leiten.
Danach ging es ins Bett, welches mir
dank meiner Müdigkeit mehr als nur bequem vorkam.
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