Donnerstag, 2. Oktober 2014

Ankunft

So jetzt bin ich schon seit mehr als einem Tag endlich in Kamerun.
Ich habe schon sehr sehr früh gemerkt, dass hier manche Dinge ganz anders laufen, als wir es in Deutschland gewohnt sind.
Geflogen bin ich mit einer Bekannten zusammen, ab Paris, die für 2 Wochen hier bleibt und eventuelle nochmal für länger herkommen will.
Schon bei dem Landeanflug auf den Douala International Airport hatte ich, dank gutem Wetter, eine Wunderbare Sicht auf das Meer, Douala City und natürlich den Angrenzenden Regenwald.
(Was mir alles auch sehr ausführlich von meinem Sitznachbar aus der Hauptstadt Jaounde erklärt wurde :D)
Kaum gelandet empfangen uns Warnplakate gegen Ebola, Temperaturkontrollen um Fieber zu erkennen und natürlich auch die Halle der Passkontrolle, die man in Deutschland wohl als Baustelle bezeichnen würde.
Hier werden Querbett Impfpässe, Flughaffenkontrollscheine, Reisepässe und Flugtickets kontrolliert, wo und wer was kontrollierte hat sich mir nicht wirklich erschlossen.
Zwei Meter neben uns gehen derweil die Bauarbeiten weiter.
Kaum hatten wir mit unseren Koffern den Flughafen verlassen, erwartete uns auch schon Hanne zusammen mit Fritz, dem Manager des Hotpecs, in der Empfangshalle und halfen uns mit den Koffern.
Am Auto kam dann die erste Große Überraschung. Wir wurden von zwei der Kleinsten Hotpec Kinder empfangen. Sie überreichten uns einen Blumenstrauß und dann wurde erstmal, von vielen Menschen umringt, Fotos mit Hannes Tablet gemacht. Eine Sensation.
Unser Fahrer, Sadok Junior, der Sohn des Direktors fing sofort an das Gepäck ins Auto zu verladen und dann uns gerade hinterher.
Zum Schluss saßen wir in einem Auto mit 5 Sitzen und einem Großen Kofferraum zu 8. und das mit 4 schweren Koffern. Zum Glück brauchten die Kleinen nicht viel Platz.
Kaum auf der Autobahn (Definitiv nicht was wir als Autobahn verstehen!) konnte ich meinen Augen nicht Trauen.
Straßenstände mit dem schönsten Obst und Gemüse. Autos an denen außen Menschen hingen. Meistens 3 Menschen auf einem Moped. Autos höher beladen als die selbst waren, teilweise mit lebendigen Tieren.
Ich war und bin immer noch fasziniert.
Mit den zwei Kleinen auf dem Schoß wurden wir dann von der Polizei direkt an der ersten Kontrolle raus gewunken.
Warum, war nicht mal unserem Fahrer bewusst, aber worum es ging wusste jeder sofort: Geld!
Also wurde trotz einbrechender Nacht heftig diskutiert. Nach knapp einer Stunde kam dann die Frohe Botschaft: Man hatte sich auf einen Betrag geeinigt. Schnell wechselten Führerschein und Geld die Besitzer und weiter gings, wie wir alle hofften ohne weitere Kontrollen.
Nachdem wir eine Brücke, das Nadelöhr zu Douala, überquert hatten ließ der Verkehr nach und wir kamen schneller voran.
Kurz vor Buea kam dann die nächste Überraschung: Viehtrieb auf der Autobahn, mitten in der Nacht!
Dann ging es nur noch die Straße, aber eher wohl eine sehr steile Lehmpiste mit riesigen Schlaglöchern, herunter zum Hotpec.

Kaum aus dem Auto waren wir von Kindern umringt. Während die einen uns begrüßten schnappten sich um die 10 Jahre alten Kinder unseren 20 kg schweren Koffer, packten sie sich auf den Kopf und trugen sie auf unser Zimmer.
Vollkommen kaputt wurden wir noch von Mama Beatrice und Sadok begrüßt, dem Ehepaar die das Hotpec gegründet haben und es bis heute leiten.
Danach ging es ins Bett, welches mir dank meiner Müdigkeit mehr als nur bequem vorkam.

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